Stand beneath the back street light

Ohne Titel Ohne Titel
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Seit dem letzten Blogpost bin ich völlig aus dem bloggen raus gekommen und habe mich auf ganz andere Sachen konzentriert. Ich bin nun seit etwas mehr als drei Monaten in England und habe in der gesamten Zeit kein einziges Mal Fotos gemacht. Stattdessen habe ich mich auf die Schule konzentriert und meine wöchentlichen Videos fortgesetzt, die mich meistens von der Fotografie abgelenkt haben. Mir fällt es bereits ziemlich schwer sinnvolle Sätze zu bilden wenn ich meiner Familie oder Freunden in Deutschland schreibe und am Telefon gerate ich viel zu oft ins stottern weil auf einmal beide Sprachen keinen Sinn mehr ergeben. Plötzlich habe ich für englische Worte keine deutsche Übersetzung mehr und wenn mich meine Freunde fragen was das denn in Deutsch heißt, muss ich selber erstmal nachdenken und mich davon abhalten nicht einfach Google zu fragen. Ich muss weniger über meine englischen Texte und Sätze nachdenken als über meine deutschen, welche ich immer doppelt nach Satzbau und Grammatik checke nur um auch wirklich sicher zu gehen.

Jedenfalls habe ich die letzten Wochen immer wieder versucht Fotos von all den schönen Menschen zu machen die mir hier schon begegnet sind, jedoch habe nie einen festen Termin mit jemanden machen können. Mit Catherine bin ich dann aber losgezogen, zu einer wunderschönen Location die ich schon länger im Sinn hatte – als wir dann jedoch dort angekommen sind mussten wir leider feststellen dass es um diese Jahreszeit viel zu schnell dunkel wird, so dass wir das ganze wieder absagen mussten. Über die nächsten paar Wochen hinweg haben wir immer wieder versucht uns wieder zu treffen, und obwohl wir uns jeden Tag in der Schule sehen, waren wir beide doch immer irgendwie anders beschäftigt. Gestern hat es dann aber endlich geklappt. Wir sind wieder zur selben Location gegangen, nur um dann festzustellen, dass ich meine Speicherkarte in der Schule vergessen habe. Somit musste ich den perfekten Sonnenuntergang hinter mir lassen und zurück zur Schule laufen, meine Speicherkarte holen und in der Hoffnung noch ein bisschen Licht zu bekommen vor dem Schulgebäude Fotos machen. Im Endeffekt hätte ich nicht glücklicher sein können mit den Bildern, denn nie im Leben hätte ich aus eigener Überzeugung vor den blauen Fenstern Fotos gemacht, aber in so einer Notsituation muss man halt auf das nächst Beste zurück greifen.

Muse: Catherine

distance // Week#2

Ohne Titel
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Bereits mit der zweiten Woche kamen die ersten Kopfschmerzen und ich möchte ehrlich sein, auch die ersten Zweifel ob das hier wirklich das Richtige ist.

Ein Wochenende camping ohne Internet war wirklich sehr entspannend, nach Hause zu kommen und all die Dinge zu sehen die während der Zeit Zuhause in Deutschland passiert sind war jedoch nicht so toll. Zu wissen, dass dort immer noch alles beim alten ist und das sich nicht viel verändert hat, aber doch irgendwie alles anders ist, hat mich ein bisschen in Panik versetzt. Ich denke der Unterschied, zwischen Urlaub für eine Woche und eine Woche in einem Land, welches man als sein vorübergehendes Zuhause akzeptieren muss, ist zu verstehen, dass das Leben auch für Familie und Freunde Daheim weitergeht und dass man für einen gewissen Zeitraum kein Teil von so einigen Erfahrungen sein wird. Auch wenn ich manchmal das Gefühl habe das mir alles zu viel wird, weiß ich genauso gut, dass dies hier genau der richtige Ort für mich ist zu diesem Zeitpunkt. Auch wenn ich einiges vermisse, möchte ich nicht zurück. Denn wenn deine Lieblingslieder immer wieder unbewusst von anderen im Auto oder am Lagerfeuer abgespielt werden, dann fühlt man sich einfach wohl. Ich bin umgeben von so vielen unglaublich netten Menschen, dass ich das Gefühl habe gleich selbst als netterer Mensch wiederzukommen.

Arrival // Week #1

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Ich bin nun seit einer Woche in England und auch wenn es sich immer noch wie Urlaub anfühlt, habe ich die Zeit bis jetzt sehr genossen. Ich habe Freunde und Familie kennengelernt, die ersten englischen Fernsehprogramme geschaut, das warme Wetter ausgekostet und sowohl zuhause als auch in verschiedenen Lokalen das leckere Essen genossen. Einen Tag haben wir  in der Stadt verbracht und einen, bei wunderschönem Wetter, am Strand. Ein wenig habe ich mich schon an die Veränderungen gewöhnt, so richtig bin ich jedoch noch nicht angekommen. Ich habe es gar nicht so eilig die Gewohnheiten meiner Heimat hinter mir zu lassen, könnte jedoch nicht glücklicher sein mit den Menschen die mich hier so unglaublich freundlich aufnehmen.

I’m off

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Nichts macht mich so glücklich wie ein erfolgreiches Shooting. Nach einem so schönen Tag mit so erfolgreichen Bildern, bemerke ich einfach immer wieder, was für ein wunderschönes Geschenk ich mit auf den Weg bekommen habe. Zusammen mit Laura und Kathi bin ich nach Bremen gefahren um einen letzten Tag mit meinen Liebsten zu verbringen bevor ich endgültig nach England fliege.

Muse: Laura, Kathi

In wenigen Stunden geht mein Flug nach England und was genau in mir vorgeht kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen. Ob es nun Freude oder Aufregung ist, eins habe ich auf jeden Fall; und das ist Angst. Nicht davor was auf mich zukommt, sondern davor was sich alles verändern wird. Angst davor, meinen einzigen und größten Traum wahr werden zu lassen. Angst, vor was auch immer ich zu bewältigen habe und Angst, all das hier hinter mir zu lassen. Ich habe keine Ahnung wo ich in einem Jahr stehen werde und die Vorstellung von einer so unfassbar großen Veränderung ist einfach überwältigend. Aber größer als meine Angst ist die Freude auf all das Neue, auf all das, wovon ich schon jahrelang träume und auf das, was mich nach einem Jahr nie mehr die Zeit zurückdrehen lassen möchte. Ich möchte das hier, diese Erfahrung, aber was man unerwartender Weise doch dafür opfern muss war mir nie bewusst. Um meine Reise zu starten und immer eine Erinnerung an meine letzten Wochen in Deutschland, mit meinen liebsten Menschen, zu bewahren, habe ich genau das in kleinen Videos festgehalten und zu einem großen Video verarbeitet. Dies ist nur der Anfang einer hoffentlich konsequent durchgesetzten Video Reihe, die ich versuche wöchentlich fortzusetzen, um am Ende des Jahres mein Fernweh mit Erinnerungen stillen zu können. Auf ein erfolgreiches Jahr!